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Woche
1 - 4
Nach dem Geschlechtsverkehr
machen sich etwa 500 Millionen Spermien aus dem hinteren Bereich
der Vagina auf den Weg durch den Gebärmutterhals und die Gebärmutter
in Richtung Eileiter. Nur wenige Hundert werden die Reise überleben.
Etwa in der Mitte des Eileiters treffen sie auf eine Eizelle. Diese
macht sich nach dem Eisprung (12 .- 14. Zyklustag) auf den Weg durch
den Eileiter in Richtung Gebärmutter. Normalerweise vereinigt sich
nur ein Spermium mit der Eizelle. Sofort setzt die befruchtete Eizelle
ihre Reise in die Gebärmutter fort, die sie wenige Tage später erreicht.
Bereits schon einenTag nach der Befruchtung teilt sich die Eizelle
zum ersten Mal. Wenn sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutter
einnistet hat sie sich bereits mehrfach geteilt.
Jetzt kann die
sog. Keimblase wachsen. Die Keimblase nistet sich schließlich 3
- 4 Tage nach der Befruchtung, in die durch weibliche Hormone vorbereitete
Gebärmutterschleimhaut ein. Zu diesem Zeitpunkt ist es eher unwahrscheinlich,
dass Sie erahnen, was sich in Ihrem Körper abspielt.
Es entsteht die
Plazenta. Sie versorgt den Embryo mit Sauerstoff, Nahrung und Nahrung
schwangerschaftserhaltenden Hormonen
sowie mit Stoffen zur Immunabwehr.
Nur etwa die Hälfte aller befruchteten Eizellen nisten sich wirklich
erfolgreich ein.
Verbindet sich der Keim mit dem mütterlichen Blutkreislauf
beginnt das Wachstum des Embryos.
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Woche
5 - 8
Die
Regelblutung bleibt aus, die Brüste werden empfindlicher, möglicherweise
müssen Sie häufiger zur Toilette und haben unter Umständen
morgendliche Übelkeit und/oder sind geruchsempfindlicher. Anzeichen
der Frühschwangerschaft können auch Veränderung des Geschmacksempfindens,
Heißhunger auf Süsses, Saueres oder Müdigkeit sein.
Aufschluss gibt ein Schwangerschaftstest. Heutzutage gibt es recht
zuverlässige Tests, die Sie zu Hause schon kurz nach dem Ausbleiben
der Periode machen können. Diese liefern recht zuverlässige
Ergebnisse.
Gewissheit bringt die Untersuchung durch Ihre Frauenärztin/Ihren
Frauenarzt die
mit einem Urintest und einer Ultraschalluntersuchung die Schwangerschaft
bestätigen.
Der
Embryo entwickelt sich rasant. Die Plazenta läuft auf Hochtouren.
Von der fünften bis zur achten Schwangerschaftswoche wächst der
Embryo bis auf 2 - 3 cm. Durch die
sog. Scheitel-Steißlänge (Maß vom Scheitel bis zum Gesäß des Embryos)
kann Ihr Frauenarzt ab
der 6. Schwangerschaftswoche durch Ultraschall relativ genau den
errechneten Geburtstermin festlegen.
Es bilden sich Anlagen für Kopf, Rumpf, Arme, Beine und die
Wirbelsäule. Alle größeren Organe und Organsysteme
werden jetzt angelegt. Das Gehirn und Rückenmark entsztehen
aus dem sog. Neuralrohr. Der Kopf ist fast genauso groß wie der
restliche Körper.
Bis zum Ende der 8. Woche sind Rückenmark und Gehirn fast vollständig
angelegt.
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Woche
9 - 12
Durch den Einfluß
der Schwangerschaftshormone kommt es zu Veränderungen in Ihrem
Körper. Östrogene bewirken das Wachstum von Brust und Gebärmutter.
Auch wird mehr Wasser im Gewebe eingelagert. Entspannend wirkt
Progesteron auf die Gebärmutter. Blähungen, Aufstossen und
Verstopfungen können die Folge sein. Das HCG, welches zur
Feststellung der Schwangerschaft bei fast allen Urintests nachgewiesen
wird, Unterdrückt den weiblichen Zyklus.
Am Ende des
1. Schwangerschaftsdrittels ist die Organausbildung fast abgeschlossen.
Der Embryo bekommt menschliche Züge. Das Baby turnt kräftig
im Mutterleib herum, was bei der Ultraschall-Untersuchung gut
zu sehen ist. Kindsbewegungen spüren Sie aber noch nicht.
Die Geschlechtsorgane sind entwickelt. Das Baby ist zu diesem
Zeitpunkt etwa 4 cm groß.
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Woche
13 -16
Jetzt ist die Gefahr, dass
dem Baby etwas geschehen könnte sehr viel geringer geworden.
Ihre Schwangerschaft steht auf einem deutlich festeren Fundament.
Sie nehmen an Gewicht zu. Wieviel ist unterschiedlich. Die Gewichtszunahme
liegt etwa bei 1-2 Kg pro Monat. Zuviel sollten Sie aber trotzdem
nicht zunehmen.
Die Gewichtszunahme drittelt
sich auf Baby, Gewebswasser, erhöhte Blutmenge, Brust, Gebärmutter,
Plazenta und Fruchtwasser.
Aus dem Embryo
wird ein Fötus. Er lutscht Daumen, gähnt, bewegt die Augen
und er lässt Urin. Im Ultraschall ist dies sehr gut zu sehen.
Nägel und
Knochen sind gebildet. Die Geschlechtsorgane sind ausgereift. Ihre
Frauenärztin/Ihr Frauenarzt kann möglicherweise schon
sagen, ob es ein Mädchen oder Junge. Der Fötus wiegt knapp
150 Gramm und ist am Ende ca. 16 cm lang. Der Körper des Kindes
funktioniert als geschlossenes System. Das kleine Herz pumpt schon
30 Liter pro Tag.
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Woche
17 - 20
Jetzt wird
der Bauch rund. Die Gebärmutter reicht am Ende des Monats fast
bis zum Bauchnabel. Vermutlich werden Sie irgendwann in diesen Tagen
die ersten Bewegungen des Kindes spüren. Ihre Kleidung wird
endgültig zu eng. Das Baby wird zum Ende dieses Monats ca.
25 cm gross sein und wiegt etwa 300 Gramm. Es bekommt jetzt kräftigere
Muskulatur, manchmal hat es auch schon einen Schluckauf, was Sie
vielleicht auch selbst wahrnehmen. Es pocht unter der Bauchdecke.
Das Kind schläft und erwacht ungefähr im Rhythmus eines
Neugeborenen. Durch laute Geräusche oder Erschütterungen
wacht es auch auf. Wenn Sie Musik hören, hört auch Ihr
Kind in gedämpfter Form mit.
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Woche
21 - 24
Die stetig wachsende
Gebärmutter verdrängt alle inneren Organe zur Seite oder
nach oben. Ihre Organe leisten jetzt Schwerstarbeit, Ihr Herz muß
schneller schlagen als gewöhnlich. Der Bauch wächst jetzt
ungefähr 4 cm pro Woche. Sie nehmen ca. 500 Gramm in der Woche
zu. Der Fötus wiegt 500 Gramm und misst 30 cm.
Das Baby setzt allmählich Fettpolster an und kann die Augen,
die es bisher geschlossen hielt, wieder öffnen. Würde
es jetzt geboren, stünden seine Chancen nicht sehr gut, zu
überleben. Die Körperfunktionen sind noch unzureichend
entwickelt.
Damit die Haut des Kindes nicht vom Fruchtwasser aufgeweicht wird,
ist es von einer dicken, weissen Cremeschicht (Vernix) geschützt.
Im 5. oder 6. Monat erscheint auf der Haut ein feiner, wolliger
Flaum (Lanugo). Diese Behaarung fällt bis zum Entbindungstermin
wieder ab.
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Woche
25 - 28
Die Entwicklung
des Fötus ist jetzt weitgehend abgeschlossen. Es bereitet sich
nun langsam auf das Leben außerhalb der Gebärmutter vor.
Baby ist jetzt 35-40 cm gross und wiegt 1-1,5 Kilo. Die Chancen,
bei einer Frühgeburt zu überleben, steigen jede Woche.
In den Wochen des 2. Schwangerschaftsdrittels kann es zu Mutterbandschmerzen
kommen, die durch das Wachstum der Gebärmutter bedingt sind.
Die Mutterbänder verankern die Gebärmutter im Becken.
Wenn das Kind sich kräftig bewegt kann dieses Ziehen noch zunehmen
und wird meist als schmerzhaft im Kreuzbeinbereich und/oder in der
Leistengegend empfunden, ähnlich dem Muskelkater.
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Woche
29 - 32
Die Gebärmutter ist jetzt
in Höhe zwischen Nabel undRippenbogen. Das Kind wiegt über
2000 Gramm und ist 45 cm lang und kann u. U. im wahrsten Sinne des
Wortes unbequem für Sie werden. Es drückt auf die Blase,
was sich durch häufigere Toilettengänge äussert und
es drückt auch auf die Wirbelsäule, was Ihnen Rückenschmerzen
bereiten kann.
Beim Schlafen oder Hinlegen sollten Sie Ihnen und Ihrem Kind zuliebe
nicht auf den Rücken, sondern auf eine Seite legen. Das zunehmende
Gewicht des Kindes und der Gebärmutter drücken auf ein
sehr grosses Blutgefäss in Ihrem Bauch und beim Fötus
und bei Ihnen kann es zu Schwindel kommen (Vena-Cava-Syndrom).
Sie kommen schneller aus der Puste und der Druck auf den Magen macht
auch schon mal Sodbrennen.
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Woche
33 - 36
Die Gebärmutter
trainiert bereits für die Geburt. Ab und zu verhärtet
sich der Bauch für einige Sekunden. Solange dieses Zusammenziehen
nicht in regelmässigen Abständen auftritt und nicht schmerzhaft
ist, besteht kein Grund zur Beunruhigung. Sie gehen jetzt auch alle
2 Wochen zu Ihrer Frauenärztin/Ihrem Frauenarzt und/oder Ihrer
Hebamme
Zum Ende dieses Monats tritt der Kopf des Kindes in das kleine Becken
ein. Durch leichte Vorwehen, auch Senkwehen genannt, bringt sich
das Baby in eine gute Startposition. Das Atmen fällt Ihnen
wieder leichter, Lunge und Magen haben wieder mehr Platz. Allerdings
wird die Blase stärker zusammengedrückt (noch häufigere
Toilettengänge) und Ihr Rücken wird stark belastet. Bei
vielen Frauen fliesst jetzt schon etwas Vormilch (Kolostrum) aus
der Brust.
Das Kind wiegt jetzt 2700 Gramm und ist fast einen halben Meter
lang. Es ist jetzt lebensfähig. Was im Wesentlichen noch passiert,
ist, dass es mit Abwehrstoffen (Immunabwehr) für das Leben
draussen ausgerüstet wird und dass es noch an Fettpolstern
zulegt.
Ab 6 Wochen vor der zu erwartenden Geburt beginnt der Mutterschutz.
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Woche
37 - 40
Die Bewegungen
des Kindes werden jetzt weniger. Dies ist kein Grund zur Besorgnis
- es fehlt ihm einfach an Platz. Ausserdem ist das Kind fest mit
seinem Kopf oder Po (Steisslage) im Becken.
Das Volumen Ihrer Gebärmutter hat sich vom Beginn der Schwangerschaft
bis jetzt verhundertfacht. Aus 2 Zellen, die bei der Befruchtung
zusammengetroffen sind, haben sich mehr als 200 Mio. Zellen entwickelt.
Zum Ende des Monats wird es spannend. Das Kind ist fertig ausgereift
und Sie erwarten vermutlich täglich seine Geburt. Bedenken
Sie, dass ca. 27 % aller Schwangeren vor dem errechneten Termin,
ca. 4 % am Termin und ca. 69 % über Termin gebären.
Woran merken Sie, dass es losgeht?
Regelmässige Wehen, die länger als 30 Sek. andauern, zunehmend
stärker werden und in kürzeren Abständen von 5-10
Min. auftreten.
Leicht Blutiger Schleim geht (Zeichen) ab. Das bedeuted, dass der
Schleimpfropf, der den Muttermund verschlossen hielt, sich gelöst
hat. Das Bluten ensteht durch kleine, harmlose Risse am Muttermund.
Fruchtwasser geht ab (Blasensprung). Schwallartig oder in Tröpfchen.
Es unterscheidet sich von Urin dadurch, dass es unwillkürlich
herausfliesst, eine meist klare Flüssigkeit ist und einen süsslichen
Geruch hat. Solange Sie nicht wissen, dass das Köpfchen des
Kindes fest im Becken ist, sollten Sie vermeiden herumzulaufen und
evtl. Liegend ins Krankenhaus/Geburtshaus gebracht werden, damit
die Nabelschnur nicht nach vorne fällt - sie kann sich zwischen
dem Kopf des Kindes und Ihrem Becken einklemmen. Dies ist sehr selten,
aber muss durch vieles Herumlaufen nicht provoziert werden. Sie
sollten sehr bald eine Untersuchung durch die Frauenärztin/den
Frauenarzt und/oder Ihre betreuende Hebamme vornehmen lassen. Diese
können beurteilen, ob Sie aufstehen dürfen oder nicht.
Weitere Zeichen für einen bevorstehenden Geburtsbeginn sind
plötzlich auftretender Durchfall oder Verstopfung, Rückenschmerzen,
ein ziehendes Gefühl in der Scheide und Anfälle von Arbeitswut
oder Energieschübe.
Sind Sie sich nicht sicher, hilft ein Telefonat
mit Ihrer betreuenden Hebamme.
Das Kind wiegt zwischen 3200 und 4000 Gramm und misst etwa 50 cm.
Ab dem errechneten Termin gehen Sie - sofern Sie noch nicht entbunden
haben - alle 2 Tage zur Vorsorgeuntersuchung. Die Geburt steht unmittelbat
bevor.
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